Drittes Jahr in Folge: Zubau von Windenergie geht zurück

In Havelland-Fläming werden erneut weniger Windenergieanlagen gebaut

Zubau 2018 stark rückläufig

Laut dem Register der Bundesnetzagentur (Stand: 10/2018) sind bis September 2018 bundeswei 646 Anlagen mit 2.073 MW in Betrieb gegangen. Im Vergleich zum Rekordjahr 2017, in dem insgesamt 1.792 Anlagen mit insgesamt 5.334 MW installiert wurden, wird in diesem Jahr nur noch rund die Hälfte dieses Ausbaus erreicht. In der Region Havelland-Fläming hatte es mit 34 errichteten Anlagen schon in 2017 einen nur durchschnittlichen Zubau gegeben. 2018 erreicht die Ausbauzahl mit nur vier errichteten Anlagen den Tiefstwert seit 2014.

Immer weniger Genehmigungen

Stark rückläufig ist auch die Zahl der Neugenehmigungen. Im Jahr 2018 wurden in der Region nur noch drei Windenergieanlagen neu genehmigt. Damit liegt die Region im bundesweiten Trend. Der Fachagentur Windenergie an Land zufolge, ist die Anzahl der Genehmigungen auch bundesweit zurückgegangen. So wurden in den ersten drei Quartalen 2018 lediglich 330 Genehmigungen erteilt. Im Vergleich dazu waren es 2016 im selben Zeitraum etwa dreimal so viele.

Potential wird nicht ausgeschöpft

Eigentlich ist noch eine größeres Ausbaupotenzial vorhanden. Im Jahr 2018 lagen insgesamt noch 53 Genehmigungen für Windenergieanlagen in der Region Havelland-Fläming vor und Projekte mit insgesamt 36 Anlagen in der Region erhielten einen Zuschlag bei den Ausschreibungen der Bundesnetzagentur.

Doch der Zubau kommt nicht mehr voran. Vermutet werden kann, dass ein Teil der vorhandenen Genehmigungen für die Errichtung effizienterer Anlagentypen umgestaltet werden muss, um die durch die Ausschreibungsverfahren gesunkene Vergütung zu kompensieren. Andere Projekte lassen sich wegen Rechtsstreitigkeiten nicht realisieren.

Jährlicher Zubau und Genehmigungen der Windenergie in Havelland-Fläming (2014 - 2018)

Quelle: Regionale Planungsgemeinschaft Havelland-Fläming, Bundesnetzagentur, eigene Darstellung



Veröffentlicht am: 14.01.2019