Erste Ausschreibung für Windenergie abgeschlossen

Die erste Ausschreibung für die Windenergienutzung fand im Mai 2017 statt und das Ergebnis hat viele überrascht.

Bei der ersten Ausschreibung zur Windenergienutzung (Hintergrundinformation zur Ausschreibung) stammten 65 der insgesamt 70 zugeschlagenen Gebote von Bürgerenergiegesellschaften. Nur fünf andere Bieter erhielten einen Zuschlag.

Während die Ausschreibung für reguläre Bieter eine Genehmigung nach dem Bundesimmissionsschutzgesetz für eine Windenergieanlage voraussetzt, müssen die angebotenen Windenergieanlagen von Bürgerenergiegesellschaften noch keine Genehmigung vorweisen. Spätestens zum Baubeginn der Anlagen muss aber eine entsprechende Genehmigung vorliegen.

Nur ein Projekt in Havelland-Fläming

13 Zuschläge fielen für Projekte im Land Brandenburg. Allesamt von Bürgerenergiegesellschaften. In der Region Havelland-Fläming erhielt ein Angebot einen Zuschlag. Geplant sind vier Anlagen in der Gemeinde Mühlenfließ (Landkreis Potsdam-Mittelmark). Eine immissionsschutzrechtliche Genehmigung liegt bisher nicht vor.

Ausschreibung reduziert Subvention

Die Ausschreibung für Windenergieanlagen verfolgt das Ziel nur noch die kostengünstigsten Windenergieprojekte zu subventionieren. Der Durchschnittspreis für die Förderung des Windstroms liegt nach der ersten Ausschreibung bei 5,71 Cent pro Kilowattstunde, und damit nur geringfügig unter der Einspeisevergütung nach der alten Regelung des EEG mit sechs Cent. Das niedrigste Gebot mit einem Zuschlag lag bei 4,2 Cent pro Kilowattstunde.

Begrenztes Ausschreibungsvolumen

Insgesamt gingen bei der Bundesnetzagentur 256 Angebote mit 2.137 MW installierter Leistung ein. Die Ausschreibung war jedoch auf 800 MW begrenzt. Die nächsten Ausschreibungsrunden für Windenergieanlagen an Land sind für August und November 2017 mit einem Volumen von jeweils 1.000 MW vorgesehen.


Veröffentlicht am: 05.07.2017