Bodenrichtwerte 2016

Jährlich veröffentlichen die Gutachterausschüsse für Grundstückswerte im Land Brandenburg die aktuellen Bodenrichtwerte. Auf Basis von Marktbeobachtungen legen die Gutachterausschüsse der einzelnen Landkreise und kreisfreien Städte die Richtwerte für Bauland pro Quadratmeter fest.

Nochmals deutliche Preissteigerung im Berliner Umland

70 Prozent aller Kommunen in der Region konnten 2016 ein Anstieg der Bodenrichtwerte im Vergleich zum Vorjahr verzeichnen. Vor allem im Berliner Umland stiegen die Bodenrichtwerte spürbar. Abgesehen von der Landeshauptstadt Potsdam, wo zum Teil über 900 Euro pro Quadratmeter bezahlt werden muss, sind die Bodenrichtwerte in der Gemeinde Kleinmachnow im Süden von Berlin am höchsten. Bereits 2015 lag der höchste Bodenrichtwert bei 490 Euro pro Quadratmeter und stieg 2016 auf 640 Euro an. Das entspricht einer Preissteigerung von rund 30%. Aber auch in Blankenfelde-Mahlow (von 200€/m² auf 250€/m²) und Brieselang (von 85€/m² auf 120€/m²) stiegen die Preise im Vergleich zum Vorjahr deutlich.

Leichte Zunahme Bodenrichtwerte im ländlichen Raum

Während in den vergangenen Jahren die Bodenrichtwerte im ländlichen Raum auf einem konstanten Niveau verharrten oder zum Teil auch zurückgegangen sind, nahmen die Bodenrichtwerte im letzten Jahr vielerorts wieder zu. In der Gemeinde Niederer Fläming stieg der höchste Bodenrichtwert von 7€/m² (2015) auf 10€/m² (2016) an. Nachdem der höchste Bodenrichtwert in der Stadt Friesack von 2010 zu 2015 um 5 Euro auf 20€/m² zurückging, erholte sich der Wert im Jahr 2016 wieder auf 25€/m².

Anhaltende Nachfrage nach bezahlbaren Grundstücken

Niedrige Zinsen und fehlende Anlagealternativen befördern die Nachfrage nach Immobilien. Jedoch ist das Bauland im Berliner Umland begrenzt, sodass die Bodenpreise aufgrund der anhaltenden Nachfrage weiter angestiegen sind. Dies hat zur Folge, dass Bauland auch außerhalb des Berliner Umlandes vermehrt nachgefragt wird. Davon profitieren vor allem Städte und Gemeinden mit einer guten Verkehrsanbindung nach Berlin.

Gefälle zwischen Stadt und Land wächst weiter

„Die Preise für Grund und Boden sind der Indikator für den freien Markt und die wirtschaftliche Entwicklung“, erklärte Wilk Mroß, Vorsitzender des Gutachterausschusses für Grundstückswerte in Potsdam-Mittelmark gegenüber der Märkischen Allgemeinen Zeitung. Seine Prognose lautet: „Die Grundstückspreise werden gerade im Berliner Umland noch weiter steigen – und im weiteren Metropolenraum werden sie nicht sinken.“

Nähere Informationen

Die aktuell geltenden Richtwerte für Bauland können auf der Internetseite der Gutachterausschüsse für Grundstückswerte unter www.boris-brandenburg.de abgefragt werden.