Konzept zur Landwirtschaft von Regio-nalversammlung befürwortet

Den Ansatz der regionalen Planungsstelle landwirtschaftliche Fläche künftig durch regionalplanerische Festsetzungen zu sichern und die regional bedeutsamen Flächen vor weiterer Inanspruchnahme zu schützen wird mehrheitlich von Kommunen befürwortet (siehe auch Beitrag vom 19.05.2017). Dies ist das Ergebnis der rund 40 Abstimmungsgespräche, die mit Stadt-, Gemeinde- und Ämterverwaltungen geführt wurden. Lediglich zwei Kommunen stehen der Regelungsabsicht sowie der Herangehensweise des Konzeptes (eher) allgemein ablehnend gegenüber.

Kommunale Anregungen und Hinweise

Neben zahlreichen gemeindespezifischen Hinweisen sind wiederholt allgemeine Anregungen seitens der Kommunen vorgetragen worden. So sollen Ortslagen gepuffert werden, um Konflikte mit kommunalen Entwicklungsabsichten auszuschließen. Zudem sprachen sich Kommunen, die besonders durch große Anbauflächen von Sonder-/ und Dauerkulturen geprägt sind (Bsp.: Spargelanbaugebiete um Beelitz, Obstanbaugebiete Werder/Havel) für eine Berücksichtigung dieser Flächen durch die Ausweisung als Vorrangfläche Landwirtschaft aus. Bisher im Konzept unberücksichtigt, regten mehrere Kommunen außerdem an, die Schutzwürdigkeit der mit Beregnungsanlagen erschlossenen Flächen unter Beachtung der Belange der Schonung und Regeneration der Grundwasserressourcen zu prüfen, insbesondere vor dem Hintergrund, dass Beregnungsflächen für örtliche Landwirte eine hohe Investition darstellen und die Anlagen dazu beitragen können ausreichende Erträge unter sich verändernden klimatischen Bedingungen zu sichern.

Fachbehörden unterstützen ebenfalls den Ansatz

Auch Fachbehörden regten in einem Erörterungsgespräch im Januar dieses Jahres die Berücksichtigung von Beregnungsflächen als einen zu prüfenden Sachverhalt an. Überdies wurde die regionale Bodengüte diskutiert, um die ertragreichen und somit regional bedeutenden Flächen zu klassifizieren. Im Ergebnis des Austauschs wurden die Indikatoren und Datengrundlagen als fachlich begründet und als für die regionale Planungsebene geeignet bewertet.

Vorläufiger Abschlussbericht

Die Ergebnisse der Abstimmungsgespräche wurden in einem vorläufigen Abschlussbericht zusammengefasst. Dieser wurde dem Regionalvorstand am 06.Oktober 2017 vorgestellt und mit einer Beschlussempfehlung an die Regionalversammlung verwiesen. Am 18.01.2018 hat auch die Regionalversammlung das überarbeitete Konzept einstimmig befürwortet, so dass auf der Grundlage der vorliegenden Ergebnisse Vorschläge für regionalplanerische Festsetzungen zur Flächensicherung in der Landwirtschaft ausgearbeitet werden können.

Angemessene Berücksichtigung aller Sachverhalte 

Im Zuge dessen werden auch die vorgebrachten Hinweise, Bedenken und Anregungen der Fachbehörden und Kommunen entsprechend angemessen berücksichtigt.

Siehe auch Beitrag "Havelland-Fläming ähnelt der amerikanischen Prärie"

 

Veröffentlicht am: 19.02.2018