Herausforderungen in der Landwirtschaft

Brandenburgs Landwirte erfahren seit Jahren eine stetige Inanspruchnahme ihrer Produktionsflächen durch Siedlungserweiterungen, Infrastrukturausbau, Aufforstungen und andere Maßnahmen. Das Ziel der Bundesregierung, den Flächenverbrauch auf 30 ha pro Jahr zu reduzieren, scheint noch weit entfernt. Die Landwirtschaftsbetriebe in Brandenburg müssen sich zudem langfristig auch auf veränderte Produktionsbedingungen unter dem Einfluss des Klimawandels einstellen. Die abnehmende Wasserverfügbarkeit ist dabei von besonderer Bedeutung. Auch Starkregenereignisse und Bodenerosion wirken sich auf die Produktionsbedingungen aus, so dass positive Veränderungen, wie die tendenzielle Verlängerung der Vegetationsperiode, möglicherweise nicht produktivitätssteigernd zur Wirkung kommen.

Regionalplanerisches Konzept zur Flächensicherung

Anders als beispielsweise für die Forstwirtschaft gibt es für die Landwirtschaft keine eigenen fachgesetzlichen Planungsinstrumente. Die Ebene der Regionalplanung ist aber grundsätzlich geeignet die Nutzung landwirtschaftlicher Flächen langfristig zu sichern. Die Klassifizierung landwirtschaftlich genutzte Ackerflächen unter Berücksichtigung Klimawandel bedingter Veränderungen (Empfindlichkeit gegenüber Austrocknung) und ihrer Ertragsfähigkeit erfolgte anhand einer Methode, die sich an das Projekt „Innovationsnetzwerk Klimaanpassung Brandenburg Berlin (INKA BB)“, orientiert. Somit werden die Ackerflächen als klimarobust bzw. klimasensibel, ertragreich oder ertragsarm eingestuft.

Diskussion der Vorzugsvariante mit den Kommunen

Mit den Kommunen werden, daraus abgeleitet, gegenwärtig Vorranggebiete für die Landwirtschaft diskutiert. Ergebnisse der Gespräche sind im September zu erwarten.


Veröffentlicht am: 19.05.2017