Vorbeugender Hochwasserschutz in der Region Havelland-Fläming

Potenzielle Hochwassergefahren und vorsorgende Maßnahmen sollen durch eine frühzeitige planerische Einflussnahme bei zukünftigen Entwicklungen stärker berücksichtigt werden (siehe Beitrag vom 10.05.2017). Dies sieht ein Konzept der regionalen Planungsstelle zum vorbeugenden Hochwasserschutz für die Region Havelland-Fläming vor. Im Oktober 2016 wurde es zum ersten Mal der Regionalversammlung vorgestellt.

Regionalversammlung befürwortet Konzept

Die Regionalversammlung beauftragte die regionale Planungsstelle, die Bearbeitung des Konzeptes auf der Grundlage der vorgelegten Zwischenergebnisse fortzusetzen.  In fast 40 Fachgesprächen wurde das Konzept daraufhin seit Dezember 2016 mit Kommunalverwaltungen und Fachbehörden diskutiert.

Abstimmung mit Fachbehörden und Kommunen

Die Fachbehörden begrüßen die Initiative der regionalen Planungsstelle. Die Methodik wird vorbehaltlich einzelner Sachverhalte als sachgemäß eingeschätzt. Im Ergebnis der Abstimmungen konnte das Konzept im Wesentlichen weiterverfolgt werden. Auch bei den Kommunen bestehen mehrheitlich keine grundsätzlichen Bedenken gegenüber der Regelungsabsicht und der Herangehensweise des Konzeptes. Alle vorgebrachten Hinweise, Bedenken und Anregungen werden im weiteren Verfahren in Abstimmung mit den Betroffenen entsprechend berücksichtigt.

Weitere Untersuchungen zu den Wegen des Wassers

Wo sammelt sich das Wasser natürlicherweise in der Landschaft? Und wie können diese Gebiete ein Hochwasserereignis abmildern oder zu einem natürlicheren Landschaftswasserhaushalt beitragen? Über diese Fragen herrscht inzwischen größere Klarheit als zu Beginn des Bearbeitungsprozesses. Das Institut für Wasserbau und Siedlungswasserwirtschaft (IWS) aus Leipzig hat die Senken in der Region ermittelt und entsprechende Eigenschaften, die sich möglicherweise positiv auf den Hochwasserrückhalt und die Grundwasserneubildung auswirken, identifiziert.

Wild abfließendes Wasser nach Starkregen- und Schneeschmelzereignissen sei mancherorts ein Problem – so ein Hinweis der Unteren Wasserbehörde des Landkreises Teltow-Fläming und einzelner Kommunen. Nach Berechnungen von IWS sind nun auch die kritischen und weniger kritischen Abflussbahnen in der Region bekannt.

Vorläufiger Abschlussbericht

In Folge der Abstimmungsgespräche und der weiteren Untersuchungen wurde das Konzept überarbeitet. Der vorläufige Abschlussbericht wurde dem Regionalvorstand am 06.Oktober 2017 vorgestellt und mit einer Beschlussempfehlung an die Regionalversammlung verwiesen. Stimmt auch die Regionalversammlung am 09. November 2017 für das überarbeitete Konzept, werden auf der Grundlage der vorliegenden Ergebnisse Vorschläge für regionalplanerische Festsetzungen zum vorbeugenden Hochwasserschutz ausgearbeitet.

 

Veröffentlicht am: 16.10.2017