Wind im Wald

Laut aktueller Auswertung der Regionalen Planungsgemeinschaft Havelland-Fläming erzeugen 701 Windenergieanlagen in der Region Strom, davon befinden sich nach Abgleich mit der Forstgrundkarte vom Landesbetrieb Forst Brandenburg 93 Anlagen im Wald. Dazu zählen auch die 47 Anlagen des Windparks 'Heidhof' (östlich von Jüterbog) sowie die 18 Anlagen im Windpark 'Altes Lager' (westlich von Jüterbog), die auf militärischen Konversionsflächen errichtet wurden.

Vom Landesamt für Umwelt wurden für 42 Anlagen im Wald Genehmigungen erteilt und für weitere 184 Anlagen im Wald wurden seitens der Anlagenbetreiber Genehmigungen beantragt (Stand 23.01.2017).

0,25 Hektar pro Windrad

Um Windenergieanlagen in Wäldern errichten zu können, muss Wald für den Standort der Anlage dauerhaft umgewandelt werden. Während der Bauphase werden außerdem für die Zuwegungen Waldflächen zeitweise umgewandelt. Zuständig für die Waldumwandlung ist der Landesbetrieb Forst Brandenburg. Laut Mitteilung des Landesbetriebes werden pro Windenergieanlage im Durchschnitt 0,25 Hektar Wald dauerhaft und weitere 0,25 bis 0,55 Hektar Wald zweitweise umgewandelt. Um die Erholungs- oder Schutzfunktionen des Waldes dauerhaft sicherzustellen, muss gemäß dem Waldgesetz des Landes Brandenburg für die umgewandelten Waldflächen eine Ersatzaufforstung stattfinden.

Waldfläche nimmt zu

Der Flächenanteil, der für die Errichtung von Windenergieanlagen dauerhaft umgewandelt wird, macht circa 5 % der gesamten Waldfläche aus, die jedes Jahr in der Region Havelland-Fläming umgewandelt wird. 

Trotz der dauerhaften Umwandlung von Waldgebieten, nimmt die Waldfläche in der Region jährlich zu. Wie der Landesbetrieb Forst auf Anfrage mitteilte, erhöhte sich von 2010 bis 2016 die Waldfläche in der Region von 258.005 Hektar auf 267.153 Hektar. Das entspricht einer jährlichen Zunahme von durchschnittlich circa 1.800 Hektar.