MORO Daseinsvorsorge Hintergrundbild

Modellvorhaben der Raumordnung 2008 "Regionalplanerische Handlungsansätze zur öffentlichen Daseinsvorsorge"

Demographischer Wandel als Herausforderung

Angesichts der massiven demografischen Veränderungen sieht sich die Region Havelland-Fläming erheblichen Herausforderungen gegenüber. Die Zahl der unter 20-Jährigen wird sinken und die Anzahl der über 65-Jährigen wird deutlich wachsen. Der demografische Wandel wird nicht nur erhebliche Auswirkungen auf die Schullandschaft sondern auch auf die Pflegelandschaft haben.

Anpassungsstrategien entwickeln

Eines der großen Handlungsfelder wird es sein, die künftige Nachfrage und Finanzierung von Angeboten der öffentlichen Daseinsvorsorge zu sichern. Nur gemeinsam mit den Akteuren vor Ort können Anpassungsstrategien und Maßnahmen entwickelt werden, die auch für die kommenden Jahre zukunftsfähig sind.

Projektleitung und Partner

Am Modellvorhaben beteiligten sich die Region Havelland-Fläming, die Landkreise Dithmarschen und Steinburg sowie die Region Mecklenburgische Seenplatte. Unterstützt wurden die Regionen durch eine interdisziplinäre Begleitforschung (Dr. Michael Melzer, Institut Raum und Energie; Jens-Martin Gutsche, Gertz Gutsche Rümenapp; Georg Schiller, Institut für ökologische Raumentwicklung), dem Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung und dem Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung.

» Abschlussbericht

Ländliche Entwicklung bei schrumpfender Bevölkerung (Interreg IIIB BSR)

Innovative Ansätze für die Regionalentwicklung

Das HINTERLAND-Projekt will den demographischen Wandel durch neue, innovative Ansätze der Regionalentwicklung steuern. Schrumpfung muss auch da bewältigt werden, wo keine oder nur sehr wenig Chancen einer Orts- und Regionalentwicklung zu erwarten sind. Gleichzeitig gilt es, Chancen und Potenziale zu finden, die Stabilisierungsprozesse oder gar Wachstumsimpulse auslösen. Solche Potenziale sollen gebündelt und mobilisiert werden - auch indem Brücken zu den benachbarten urbanen und Metropolenräumen für eine breitere Kooperation geschlagen werden.

Projektleitung und Partner

Am Projekt beteiligten sich 15 Partner aus Dänemark, Litauen, Polen und Rußland. Die Region Havelland-Fläming agierte erstmalig als internationaler Projektmanager.

WindTechKnow - Regional Wind Technology And Knowledge Transfer Strategies (Interreg IIIC)

Ausbau der erneuerbaren Energien

Die nachhaltige Einführung erneuerbarer Energiequellen ist ein beständiges Ziel der europäischen Energiepolitik. Dabei wird erwartet, dass Windenergie die erneuerbare Energiequelle mit dem höchsten Wachstums-Potential sein wird. Trotz dieser politischen Fokussierung gibt es große Unterschiede bei der Entwicklung und Verbreitung der Windenergienutzung innerhalb der europäischen Länder und deren Regionen. Das Projekt fördert die internationale Kooperation und den partnerschaftlichen Austausch von Techniken und Erfahrungen auf Grundlage von Netzwerken.

Projektleitung und Partner

Landkreis Bad Doderan (Mecklenburg-Vorpommern) gemeinsam mit insgesamt 7 Partnern aus Schweden, Estland, Portugal, Griechenland und Deutschland.

Bürgerbefragung

Welche Nachteile lassen sich ausgleichen, welche erscheinen hinnehmbar und wo liegen die möglichen Vorteile der Windenergienutzung für eine Kommune und eine Region? In Zusammenarbeit mit 10 Kommunen wurden im Frühjahr 2005 etwa 1.900 unmittelbar betroffene Bürger in 57 Ortsteilen nach ihrer Einschätzung gefragt.

» Ergebnisse der Bürgerbefragung

Landstadtwandel - Vorausschau, Umgestaltung, Identität

Entwicklungskonzepte für Landstädte

Vor dem Hintergrund des demographischen Wandels soll das Projekt wettbewerbsfähige Entwicklungskonzepte für Landstädte in Europa herausarbeiten. Damit will die Region Havelland-Fläming das Management des stetig anwachsenden Gebäudeleerstands, vor allem in den vordergründig wahrnehmbaren Kernbereichen der Städte thematisieren. Vorhandene Potentiale müssen realistisch eingeschätzt und Identität prägend genutzt werden.

Schaffung einer hohen Lebensqualität

Mit den Beteiligten werden vorausschauende Szenarien erarbeitet und Schwerpunkte zukünftiger Landstadtentwicklung bestimmt. Zusätzlich können aktive Landstädte mit kompromissfähigen Akteuren beispielgebend Investitionspläne für den praktischen Landstadtumbau bis 2016 festsetzen. Damit sind Um- und Rückbaumaßnahmen nicht vom Verfall getrieben, sondern gehen nachhaltig einher mit Identitätsausprägung, "Face Lifting" von öffentlich wahrnehmbaren Räumen sowie hoher Lebensqualität.

Projektdauer und Partner

Das 2010 gestartete Projekt geht bis Ende 2012. Es beteiligen sich 11 Partner aus Lettland, Litauen, Norwegen, Polen, Schweden und Deutschland. Projektleiter ist die norwegische Gemeinde Notodden. Seit April 2011 führt die Stadt Trebbin die von der Region Havelland-Fläming initiierten lokalen Projektaktivitäten fort.

Strengthening Innovation Governance in Baltic Non-metropolitan Regions (Interreg IVB BSR)

Individuellen Markt finden

Der Wettbewerb zwischen Firmen, Produkten, Standorten und Ideen ist global geworden. Nicht jeder mittelständische Betrieb konkurriert mit einem Mitbewerber aus China oder Malaysia. Aber oft bietet der globalisierte Markt gerade kleineren Unternehmen die Chance, ihren individuellen Markt zu finden: Wenn ihr Angebot genau die Bedürfnisse der Kunden trifft, Preis, Leistung und Service stimmen. Das eben heißt innovativ sein: Die "bessere" statt nur die "gute" Lösung haben!

Innovative Lösungen

Dabei geht es aber nicht ausschließlich um das technisch bessere Produkt. Innovative Lösungen können in allen Unternehmensbereichen gefunden werden: der Personalführung, der Vermarktung, dem Service, der Organisation, dem Vertrieb, der Verpackung ...

Klein- und mittelständische Betriebe tun sich noch schwer. Wenige haben die Zeit, ihrem Geschäftsablauf auf den Grund zu gehen, Schwachstellen zu finden und mit innovativen Lösungen auszumerzen.

Wie kann die Region hier helfen?

  1. Das Thema "Innovation" in die Öffentlichkeit tragen! Beispiele von Innovation zeigen: Die Region ist vielerorts innovativ und damit gut aufgestellt.
  2. Auch kleine innovative Schritte sind wichtig! Es muss nicht immer die Nobelpreis verdächtige Idee sein.
  3. Unternehmen und ihr Umfeld müssen sich über das Thema "Wettbewerb und Innovation" austauschen - über und mit der Wirtschaftsförderung, Gewerbeflächen und Fördermittel.
  4. Starke Netzwerke fördern den Informationsaustausch, ermöglichen Partnerschaften für das Hervorbringen und die Verbreitung von Innovationen.

An diesen Schritten setzt das Projekt BRS InnoReg an.

Projektleitung und Partner

Projektleiter ist das Baltic Institute in Finnland. Am Projekt beteiligen sich insgesamt 19 Partner aus dem Ostseeraum. Neben der Region Havelland-Fläming gehören weitere Partner aus Deutschland, Finnland, Estland, Lettland, Litauen, Polen und Russland dazu.

Modellvorhaben der Raumordnung: Raumentwicklungsstrategien zum Klimawandel

Raumentwicklungsstrategien zum Klimawandel

Modellvorhaben der Bundesraumordnung fordern Regionen zum Experimentieren heraus. Innovative, raumordnerischer Handlungsansätze und Instrumente können so über 2 Jahre in Zusammenarbeit zwischen Wissenschaft und Praxis erprobt werden. Das aktuelle Modellvorhaben dient der Entwicklung von Raumentwicklungsstrategien zum Klimawandel.

Zunahme von Starkregen und Stürmen

Mit sieben weiteren Regionen zwischen Schwarzwald und Ostsee untersucht unsere Region die möglichen Auswirkungen des Klimawandels und befasst sich mit strategischen Ansätzen, um diese Herausforderung besser zu bewältigen. Während in hochverdichteten Metropolen wie Frankfurt/Main und Stuttgart Hitzestress und Lokalklima die Planer beschäftigen, geht es hier bei uns darum, mit einer negativen Wasserbilanz durch weniger Niederschläge und höhere Verdunstung besser fertig zu werden. Neben dieser eher schleichenden Veränderung muss sich die Region auch auf häufigere und stärkere Stürme und Starkregen einstellen.

» mehr zum Modellvorhaben

Expertisen vom Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK)

» Klimawandel in der Region Havelland-Fläming
» Klimawandel und Hydrologie
» Klimawandel und Landwirtschaft
» Klimawandel und Waldentwicklung

RUral BIological REsources
(Ländliche biologische Ressourcen)

Nutzung nachwachsender Rohstoffe

Der anhaltende Strukturwandel in der Landwirtschaft und die Nachfrage nach erneuerbaren Energiequellen stellt eine der größten Herausforderungen dar. Zu den wichtigsten Zukunftsaufgaben gehören daher eine effizientere Ausnutzung nachwachsender Rohstoffe und eine verbesserte Koordinierung der unterschiedlichen Nutzungsansprüche an die Fläche.

Vielfältige Nutzungsmöglichkeiten

Die vielfältigen Nutzungsmöglichkeiten von Biomasse generieren ein großes Potenzial für die regionale Wertschöpfung. Um dieses zu binden, sind Produktion, Veredlung und Verbrauch landwirtschaftlicher Produkte in regionale Wirtschaftskreisläufe einzubauen mit dem Ziel regionale Wertschöpfungsketten nachhaltig zu entwickeln und dabei auch Erfahrungen aus dem europäischen Ausland zu nutzen. So wird der regionale Mehrwert erhöht, Arbeitsplätze gesichert und qualifiziert, nachhaltige Entwicklung gestärkt, neue Technologien in der Energieerzeugung eingeführt und der CO2-Ausstoss verringert.

Projektleitung und Partner:

Am Projekt beteiligten sich 10 Partner aus Ungarn, Italien, Slowenien, Österreich und Deutschland. Projektleiter ist die Region Altmark.

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Effizienz und Dynamik von Siedlungsentwicklung in Zeiten räumlich und zeitlich disparater Entwicklungstrends

Inhalt

Das Forschungsprojekt EUDYSÉ steht für eine Siedlungsentwicklung, die möglichst wenige Ressourcen wie Fläche und natürliche Rohstoffe in Anspruch nimmt. Mit Kommunen, Landkreisen und Verbänden werden in den Handlungsfeldern Energie, Stoffströme, Wasser sowie Siedlung und Verkehr innovative Lösungen entwickelt. Diese Lösungen können ganz unterschiedlich ausfallen, je nachdem ob es sich um wachsende, stagnierende oder schrumpfende Regionsteile handelt.

Projektleitung und Partner

Fördermittel kommen vom Programm "Nachhaltiges Landmanagement" des Bundesministeriums für Bildung und Forschung. Die Region Havelland-Fläming ist neben dem Landkreis Meißen eine der beiden Beispielregionen. Die Projektleitung liegt beim Leibniz-Institut für ökologische Raumentwicklung (Dresden), Ansprechpartner in der Region ist Herr Robert Riechel.

Modellvorhaben der Raumordnung - Regionale Energiekonzepte als strategisches Instrument der Landes- und Regionalplanung

Idee vom MORO

Mit dem Modellvorhaben der Raumordnung - Regionale Energiekonzepte als strategisches Instrument der Landes- und Regionalplanung sollen bis Ende 2014 Lösungsansätze zur Umsetzung, Weiterentwicklung und Überprüfung vorliegender Energiekonzepte und deren Möglichkeiten der Integration in die Regionalplanung untersucht werden.

Entwicklung von Energiebausteinen

Ziel des MORO in der Region ist es, gestützt auf die sich aus dem Regionalen Energiekonzept abzeichnenden Handlungsfelder - hier Energiebausteine - und den sich in der Region entwickelnden kommunalen Aktivitäten im Energiebereich, spezifische Indikatoren zu erarbeiten und daraus relevante Planungskriterien zu entwickeln, die in Planelemente eines zukünftigen Regionalplans münden. Das MORO-REK bietet dabei die Chance alle Interessierten in eine mögliche raumordnerische Steuerung von Energie- und Klimaschutzfragen einzubeziehen.

Modellregionen

Neben der Region Havelland-Fläming sind auch der Landkreis Bautzen und die Regionen Mecklenburgische Sennplatte, Südlicher Oberrhein und Rhein-Neckar am Vorhaben beteiligt.

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Nachhaltiges Landmanagement im Norddeutschen Tiefland unter sich ändernden ökologischen, ökonomischen und gesellschaftlichen Rahmenbedingungen

Herausforderungen für Forst-, Land- und Wasserwirtschaft

Mit zunehmender Veränderung der Märkte und des Klimas werden die Forst-, Land- und Wasserwirtschaft vor neuen Herausforderungen gestellt. Das Ziel des Forschungsverbundes ist nach einer eingehenden Analyse der Wechselwirkungen zwischen den Landnutzungssystmen, Wissens- und Entscheidungsgrundlagen für ein nachhaltiges Landmanagement sowie Anpassungsstrategien zur Stärkung ländlicher Räume zu entwickeln.

Modellregionen

Die vier Modellregionen Landkreis Diepholz, Landkreis Uelzen, Landkreis Oder-Spree und der Naturraum Fläming liegen auf einer west-östlichen Linie im norddeutschen Tiefland und bilden naturalräumliche, strukturelle, wirtschaftliche und demografische Gradienten ab.

Grundlage für eine nachhaltige Raumentwicklung

Ausgehend von der Großlandschaft sollen dabei mit einem genesteten Ansatz für die vier Modellregionen Zustände und Wirkungsgefüge analysiert, szenariobasierte Entwicklungen abgeschätzt, inter- und transdisziplinäre Anpassungsstrategien abgeleitet und deren Auswirkungen an integrativen Indikatoren eines nachhaltigen Landmanagements gemessen werden. Die Landnutzungssysteme werden als Wirkungsgefüge betrachtet und die Wechselwirkungen unter heutigen und künftigen Rahmenbedingungen offen gelegt. Damit soll ein gemeinsamer Bewertungsmaßstab für ein nachhaltiges Landmanagement erarbeitet sowie eine Grundlage für raumbezogene Planungen geschafft werden.