Kommunen beginnen mit der Bauleitplanung für großflächigen gewerblich-industriellen Standort an der Autobahnabfahrt A2 Brandenburg
Große zusammenhängende, verkehrsgünstig gelegene Gewerbe- und Industrieflächen sind im Land Brandenburg ein rares Gut. Zu dieser Bewertung kommt das Gutachten „Gewerbe- und Industrieflächenkonzept für das Land Brandenburg", das im Auftrag des Ministeriums für Wirtschaft, Arbeit, Energie und Klimaschutz ausgeführt wurde. Um auf Gewerbe- und Industrieansiedlungen mit großem Flächenbedarf zukünftig besser vorbereitet zu sein, wird im Regionalplan Havelland-Fläming 3.0 der großflächige, gewerblich-industrielle Vorsorgestandort „Brandenburg an der Havel-Paterdamm/Kloster Lehnin-Krahne“ festgelegt. Mit der Festlegung dieses Vorranggebiets soll erreicht werden, dass im Bedarfsfall geeignete Flächen für eine gewerblich-industrielle Ansiedlung zeitnah zur Verfügung stehen. Um das erforderliche Baurecht zu schaffen, haben die Stadt Brandenburg an der Havel und die Gemeinde Kloster Lehnin jetzt begonnen, Bebauungspläne aufzustellen.
Der Festlegung des großflächigen, gewerblich-industriellen Vorsorgestandorts im 2. Entwurf des Regionalplans ging ein mehrjähriger Planungs- und Beteiligungsprozess voran, in dem insbesondere die Berücksichtigung von Belangen des Natur- und Artenschutzes zu einer erheblichen Verkleinerung des Gebietes von 400 Hektar im 1. Entwurf auf 170 Hektar im 2. Entwurf geführt haben. Der Öffentlichkeit und den in ihren Belangen berührten öffentlichen Stellen war bis zum 21. Oktober 2025 Gelegenheit gegeben, zum 2. Entwurf des Regionalplans Havelland-Fläming 3.0 Stellungnahmen abzugeben. Mit einem Beschluss über den Regionalplan 3.0 kann voraussichtlich im Juni 2026 gerechnet werden.
Stand: 26.01.2026

