Veranstaltungen
14. Regionale Energiekonferenz der Region Havelland-Fläming
Thema: Biogas als wirtschaftlich tragbarer Energieträger
Bei hochsommerlichen Temperaturen fand im gut gefüllten Bürgersaal der Gemeinde Kleinmachnow am 30.06.2026 die 14. Regionale Energiekonferenz der Region Havelland-Fläming statt. Der Bürgermeister Herr Krause begrüßte die Konferenzgesellschaft und lobte in einer kleinen Begrüßungsrede die gute Zusammenarbeit mit den beiden Kommunen Stahnsdorf und Teltow, mit welchen eine interkommunale Zusammenarbeit bezüglich des gemeinsamen Wärmeplans organisiert wird. Das mit den Bürgerinnen und Bürgern erstellte Klimaschutzkonzept von Kleinmachnow wird nun gemeinsam mit Leben gefüllt.
Mehr Infos: Gemeinde Kleinmachnow
Neue gesetzliche Rahmenbedingungen im Energiesektor
Herr Haase vom Landesverband Erneuerbare Energien Berlin Brandenburg e.V. setzte sich kritisch mit den neuen gesetzlichen Rahmenbedingungen im Energiesektor auseinander. Er stellte die EEG-Novelle (Erneuerbare Energiegesetz) vor und zeigte vor allem die Ungereimtheiten des neuen Gebäudemodernisierungsgesetzes (Biotreppe) und den Redispatch-Vorbehalt im Netzpaket auf.
Mehr dazu unter: Landesverband Erneuerbare Energien Berlin Brandenburg e.V.
Während Herr Baumstark vom Fachverband Biogas e. V. Technik, Einsatzpotentiale und die Flexibilität von Biogas erläuterte, konzentrierte sich der Beitrag von Frau Bloche von e.distherm auf das veredelte Biogas, dem Biomethan. Neben der Erwähnung der vielen unterschiedlichen Gesetzeslagen für den Wärmesektor wie z. B. das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG), Wärmeplanungsgesetz (WPG), Gebäudemodernisierungsgesetz (GmodG) oder das Energieeffizienzgesetz (Enefg) diskutierte Frau Bloche vor allem die künftige Verfügbarkeit von Biomethan. Mit Blick auf die sogenannte Biotreppe, die den zunehmenden Anteil klimaneutraler Gase im Gasnetz vorgibt, wurde deutlich: Die Biomethanproduktion stößt voraussichtlich spätestens im kommenden Jahrzehnt an Kapazitätsgrenzen. Ab 2035 könnten die erforderlichen Mengen daher kaum noch bereitgestellt werden.
Weitere Infos: Fachverband Biogas und e.distherm
Biogas als Wärmeenergieträger einer Wärmegenossenschaft
Die Wärmegenossenschaft aus Wahlsdorf bei Dahme/Mark berichtete über ihre Erfahrungen bei der Gründung und dem Aufbau eines Wärmenetzes. Über die Motivation der Bildung einer Genossenschaft, die notwendige Bildung einer Vereinsstruktur bis hin zu den vielen Problemen und administrativen Stolpersteinen konnten die Entwicklungsphasen der Vereinsgründung und der Erstellung eines Wärmenetzes gut nachvollzogen werden. Die Vertreter der Wärmegenossenschaft räumten ein, den organisatorischen und zeitlichen Aufwand zunächst unterschätzt zu haben, betonten aber gleichzeitig, dass sich der notwendige lange Atem gelohnt habe.
Siehe dazu: Wärmegenossenschaft Wahlsdorf
Erneuerbares Energiekonzept in einem Kfz-Meisterbetrieb
Herr Mika, Inhaber eines Kfz-Meisterbetriebes, präsentierte gemeinsam mit Herrn Aust von der Handwerkskammer Potsdam ein ausgezeichnetes Energieeffizienzkonzept für seinen Betrieb vor. Die Kombination aus Photovoltaik, Elektromobilität und moderner Heiztechnik reduziert den CO₂-Ausstoß deutlich und ermöglicht jährliche Einsparungen von mehr als 90.000 Euro. Für das innovative Energiekonzept wurde das Unternehmen mit dem Energieeffizienzpreis des Landes Brandenburg ausgezeichnet.
Mehr dazu unter: FTM-Service GmbH
Wärmeversorgung mit Infrarot-Heizsystemen
Mit dem Infrarotheizungssystem stellte Herr Lucht aus Chemnitz ein noch nicht sehr bekanntes Wärmeversorgungskonzept vor. Dieses System benötigt nur eine Steckdose, kein Rohrnetz, keinen Heizungskeller. Insbesondere in Kombination mit einer Photovoltaikanlage kann die Infrarotheizung eine wirtschaftlich attraktive Heizmethode sein, wie durch mehrere Beispiele im Vortrag belegt wurde.
Mehr dazu: IG Infrarot Deutschland e. V.
Energieagentur Brandenburg wird auch Klimaagentur
Herr Henning erläuterte das neue Konzept der Energie- und Klimaagentur Brandenburg. Neben dem bisherigen Team Energie ergänzt künftig ein Team Klima das Angebot. Zudem wurde eine Stabsstelle für Elektro- und Wasserstoffmobilität eingerichtet. Insbesondere die Beratung zu den vielen Förderprogrammen wird für die Kommunen ein wichtiges Plus der neu aufgestellten Energie - und Klimaagentur Brandenburg sein.
Siehe dazu: Energie- und Klimaagentur Brandenburg
Klimamonitor für Potsdam
Für die Landeshauptstadt Potsdam informierte Herr Rohrbacher über den Klimamonitor mit integriertem CO2-Zukunftssimulator. Ziel ist es, den Masterplan für 100 Prozent Klimaschutz bis 2045 umzusetzen. Der online verfügbare Klimamonitor unterstützt dabei, indem er die zentralen Handlungsfelder und Maßnahmen aufzeigt und zugleich deren bisherigen Umsetzungsstand transparent macht.
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Die 15. Regionale Energiekonferenz wird voraussichtlich am Donnerstag, den 19. November 2026 wieder in Kleinmachnow stattfinden.
Gerne integrieren wir Ihre Ideen, Beiträge, Projekte und eigenen Erfahrungen aus erster Hand in die nächste Regionale Energiekonferenz. Sprechen Sie uns dazu gerne an.
Auf Anfrage können die Beiträge der 14. Energiekonferenz zugeschickt werden.
Stand: 24.08.2026

