Ausschreibungen/Vergaben Hintergrundbild

Bei der Regionalen Planungsgemeinschaft Havelland-Fläming ist zum nächstmöglichen Zeitpunkt die Stelle

Sachbearbeiter (m/w/d) für die allgemeine Verwaltung

mit den Schwerpunkten Sekretariat sowie Haushalts- und Wirtschaftsführung (Doppik) in Voll- oder Teilzeitzeit zu besetzen.

Ihre schriftliche Bewerbung mit aussagekräftigen Unterlagen nehmen wir gern bis zum 03.06.2022 entgegen.

» Ausführliches Stellenangebot Allgemeine Verwaltung (m/w/d).

 

 

Zweiter Monitoringbericht zur Windenergienutzung in der Region

In der Region Havelland-Fläming wurde in den Jahren 2017 bis 2021 die Errichtung und der Betrieb von insgesamt 57 Windenergieanlagen durch das zuständige Landesamt genehmigt. Mit dem von der regionalen Planungsstelle durchgeführten Windenergie-Monitoring werden nachteiligen Umweltauswirkungen der Windenergieanlagen, die im Rahmen der Genehmigungsverfahren festgestellt wurden, systematisch erfassen und ausgewertet.

Der jetzt vorgelegte zweiten Monitoringbericht ist das Ergebnis einer Auswertung von 20 Genehmigungs- bescheiden aus den Jahren 2017 bis 2021. Der Bericht knüpft damit zeitlich direkt an den ersten Monitoringbericht an, der den Berichtszeitraum vom 2012 bis 2016 umfasste.

Aktuelle Untersuchung bestätigt Ergebnisse des Vorgängerberichts

Mit der Fortsetzung des Monitorings werden die Ergebnisse des Vorgängerberichts zu den Auswirkungen, welche sich aus der Errichtung und dem Betrieb von Windenergieanlagen ergeben, im Wesentlichen bestätigt.

Insbesondere wurden in Hinblick auf die Fauna kaum Veränderungen zum ersten Berichtszeitraum festgestellt. Die aktuellen Ergebnisse bestätigen, dass generell das Vorkommen einer relativ hohen Anzahl von Arten ermittelt wurde. Erhebliche Unterschiede zwischen Wald- und Offenlandstandorten konnten erneut nicht festgestellt werden. Unter den Vögeln befinden sich regelmäßig auch störungssensible und besonders störungssensible Arten. Schutz- und Restriktionsbereiche gemäß der tierökologischen Abstandskriterien (TAK) wurden auch bei den aktuell ausgewerteten Verfahren nicht betroffen. Übereinstimmend mit dem vorherigen Bericht ist zudem, dass mögliche Beeinträchtigungen der Vögel (v. a. Störung) und Fledermäuse (v. a. Kollision) überwiegend durch Bauzeitenregelungen während der Brutzeit und Abschaltzeiten in der Nacht verhindert bzw. minimiert werden.

Bezüglich der Schutzgüter Boden, Landschaft und Flora werden auch im zweiten Monitoringbericht keine Maßnahmen benannt, die im Vorfeld zu einer Reduzierung bzw. Vermeidung von Beeinträchtigungen führen, so dass regelmäßig Kompensationsmaßnahmen notwendig werden.

Waldverlust wird durch Aufforstung kompensiert

Im Berichtszeitraum wurde für die Errichtung von Windenergieanlagen insgesamt die Umwandlung von
27,53 Hektar Wald gestattet (6,24 Hektar dauerhaft und 21,29 Hektar zeitweilig). Für die dauerhafte Waldinanspruchnahme wurde im doppelten Umfang Ersatz durch Aufforstung festgelegt. Die Aufforstungsflächen befinden fast ausschließlich in der Eingriffsgemeinde bzw. deren Nachbargemeinde. Auch mit diesen Befunden werden die Ergebnisse des ersten Berichts bestätigt.

Stand: 07.04.2022

Beteiligung der Öffentlichkeit und der in ihren Belangen berührten öffentlichen Stellen

Abrufmöglichkeit der Planunterlagen

Die Regionalversammlung der Regionalen Planungsgemeinschaft Havelland-Fläming hat in ihrer Sitzung am 18.11.2021 den

Entwurf des Regionalplans Havelland-Fläming 3.0

vom 05.10.2021, bestehend aus textlichen Festlegungen und Festlegungskarte mit Begründung und Umweltbericht, gebilligt und die Eröffnung des Beteiligungsverfahrens und die öffentliche Auslegung der Unterlagen nach § 9 Absatz 2 ROG  in Verbindung mit § 2 Absatz 3 RegBkPlG beschlossen.

Die Planunterlagen liegen in der Zeit vom 10. März 2022 bis einschließlich 10. Mai 2022 bei den Landkreisen und kreisfreien Städten der Region sowie bei der Regionalen Planungsstelle Havelland-Fläming für jedermann zur kostenlosen Einsicht aus. Öffentliche Bekanntmachung im Amtsblatt Nr. 8 vom 02.03.2022.

Die verfahrensgegenständlichen Unterlagen sind am Ende dieser Webseite online abrufbar.

Einreichen von Stellungnahmen

Im Rahmen des Beteiligungs- und Auslegungsverfahren wird

bis zum 09. Juni 2022

Gelegenheit gegeben, zum Planentwurf,  zu seiner Begründung,  zum Umweltbericht sowie zu den ergänzenden Unterlagen Stellung zu nehmen.

Bitte richten Sie Ihre Stellungnahme an die

Regionale Planungsgemeinschaft
Havelland-Fläming
Oderstraße 65
14513 Teltow
info@havelland-flaeming.de

Zur Unterstützung der Erarbeitung von Stellungnahmen werden Geodaten der beabsichtigten Festlegungen am Ende dieser Webseite als WMS/WFS Dienst zur Verfügung gestellt.

Es wird darum gebeten, Stellungnahmen sowie ergänzende Informationen (beispielsweise kartografischer oder tabellarischen Art) auch als elektronische Dateien bereitzustellen.

Auslegungsunterlagen zum Regionalplan Havelland-Fläming 3.0

Hinweis: Bitte beachten Sie, dass es einige Minuten dauern kann bis die Dateien wegen ihrer Größe vollständig heruntergeladen sind. Zudem empfehlen wir die Dokumente mit einem PDF-Programm (beispielsweise AcrobatReader) zu öffnen.

Zum Download der Einzeldokumente klicken Sie bitte auf den jeweiligen Pfeil vor den Themen.

Textliche Festlegungen

Regionalplan Havelland-Fläming 3.0

Zeichnerische Festlegungen

Festlegungskarte zum Regionalplan Havelland-Fläming 3.0 (png. 44 MB)

Umweltbericht

Umweltbericht
Anhang A1 - Bewertungsrahmen
Anhang B 1 bis B 6 - NATURA 2000 Vorprüfungen
Anhang C1 - Gewerblich-Industrielle Vorsorgestandorte
Anhang C2 - Windeignungsgebiete
Anhang C3 - Rohstoffgewinnung

Ergänzende Unterlagen

Ergänzende Unterlage zu Vorbehaltsgebiete Siedlung
Planungskonzept Vorbehaltsgebiete Siedlung

Ergänzende Unterlagen zu großflächigen gewerblich-industriellen Vorsorgestandorten
complan Kommunalberatung GmbH (2017): Erhebung von großflächigen gewerblich-industriellen Vorsorgestandorten im Gebiet der Regionalen Planungsgemeinschaft Havelland-Fläming (Teil 1 Bericht)

complan Kommunalberatung GmbH (2017): Erhebung von großflächigen gewerblich-industriellen Vorsorgestandorten im Gebiet der Regionalen Planungsgemeinschaft Havelland-Fläming (Teil 2 Tabelle DIN A1)

Regionale Planungsstelle Havelland-Fläming (2020): Ermittlung von geeigneten Standorten für die Festlegung von großflächigen gewerblich-industriellen Vorsorgestandorten

Regionale Planungsstelle Havelland-Fläming (2021): Bewertung von Standortalternativen für die Festlegung von großflächigen gewerblich-industriellen Vorsorgestandorten aufgrund der Ergebnisse der frühzeitigen Beteiligung der Belegenheitskommunen

Regionale Planungsstelle Havelland-Fläming (2021): Sachverhaltsermittlungen und Abwägungsentscheidungen zur Festlegung großflächiger gewerblich-industrieller Vorsorgestandorte im Regionalplan Havelland-Fläming 3.0, Standort Forst Zinna

Regionale Planungsstelle Havelland-Fläming (2021): Sachverhaltsermittlungen und Abwägungsentscheidungen zur Festlegung großflächiger gewerblich-industrieller Vorsorgestandorte im Regionalplan Havelland-Fläming 3.0, Standort Brandenburg an der Havel-Paterdamm / Kloster Lehnin-Krahne

Ergänzende Unterlage zum Vorbeugendem Hochwasserschutz
Landesamt für Umwelt (2017): Maßnahmensteckbriefe des Hochwasserrisikomanagements und der Regionalen Maßnahmenplanung des Landes Brandenburg

Ergänzende Unterlagen zu Eignungsgebieten für die Windenergienutzung
Regionale Planungsgemeinschaft Havelland-Fläming (2020): Planungskonzept zur Festlegung von Eignungsgebieten für die Windenergienutzung im Regionalplan Havelland-Fläming 3.0 (Stand: August 2020)

Regionale Planungsstelle Havelland-Fläming (2019): Herleitung und Begründung von Parametern einer Windenergieanlage, die bei der Ausarbeitung des Planungskonzepts für die Festlegung von Windeignungsgebieten im Regionalplan Havelland-Fläming 3.0 zu treffenden Abwägungsentscheidungen typisierend zugrunde gelegt werden (Referenzanlage)

Regionale Planungsstelle Havelland-Fläming (2020): Herleitung und Begründung der Ausschlusskriterien für die Festlegung von Eignungsgebieten für die Windenergienutzung nach dem Willen der Regionalen Planungsgemeinschaft Havelland-Fläming, Mindestabstand von Eignungsgebieten, maximale Größe von Eignungsgebieten und Mindestgröße von Eignungsgebieten

Regionale Planungsstelle Havelland-Fläming (2019): Die Anwendung der Siedlungsabstände und der Tierökologischen Abstandskriterien und ihre Auswirkungen auf Bestandsanlagen und die räumliche Verteilung von Potenzialflächen für die Windenergienutzung

Regionale Planungsstelle Havellad-Fläming (2019): Windenergieanlagen im Wald, Einordnung von Waldflächen in das Plankonzept zur Festlegung von Eignungsgebieten für die Windenergienutzung im Regionalplan Havelland-Fläming 3.0

Regionale Planungsstelle Havelland-Fläming (2019): Einordnung der landwirtschaftlichen Bodennutzung in das Plankonzept des Regionalplans Havelland-Fläming 3.0

Datenblätter zu den Windeignungsgebieten (Sachverhaltsermittlungen u. Abwägungsentscheidungen)

Erläuterungskarten (1. harte Tabuzonen, 2. weiche Tabuzonen, 3. Restriktionskriterien) zur Ermittlung von Windeignungsgebieten (zip. 124 MB)

Ergänzende Unterlagen zu Vorrang- und Vorbehaltsgebieten Rohstoffgewinnung
Regionale Planungsgemeinschaft Havelland-Fläming (2021): Ergänzende Unterlage zum Abschnitt Oberflächennahe Rohstoffe. Tabellarische Übersicht der Kriterienanwendung auf die LBGR-Vorschläge

Regionale Planungsgemeinschaft Havelland-Fläming und Landesamt für Bergbau, Geologie und Rohstoffe (LBGR) (2017): Monitoring zum Regionalplan Havelland-Fläming 2020. Kapitel 3, Abschnitt 3.3 „Sicherung oberflächennaher Rohstoffe“

Regionale Planungsgemeinschaft Havelland-Fläming (2021) Planungskonzept zur Festlegung von Vorrang- und Vorbehaltsgebieten Rohstoffgewinnung

Ergänzende Unterlage zu Vorranggebieten für die Landwirtschaft
Regionale Planungsgemeinschaft Havelland-Fläming (2021): Planungskonzept Vorranggebiete für die Landwirtschaft

Ergänzende Unterlage zur maßstabsgerechten räumlichen Konkretisierung der Gebietsabgrenzung des landesplanerischen Freiraumverbundes nach Ziel 6.2 LEP HR
Regionale Planungsgemeinschaft Havelland-Fläming (2019): Maßstabsgerechte räumliche Konkretisierung der Gebietsabgrenzung des landesplanerischen Freiraumverbundes nach Ziel 6.2 des Landesentwicklungsplans Hauptstadtregion Berlin-Brandenburg (LEP HR)

Ergänzende Unterlage zum Quellennachweis der Geodaten
Quellennachweis der Geodaten zum Regionalplan Havelland-Fläming 3.0

Die aufgeführten Einzeldokumente werden auch unter den nachfolgenden Links gesammelt als zip.-Dateien zum Download zur Verfügung gestellt:

Auslegungsunterlagen Teil 1- Regionalplantext, Festlegungskarte, ergänzende Unterlagen (zip., 107 MB)
Auslegungsunterlagen Teil 2 - Erläuterungskarten Windenergienutzung (zip., 122 MB)

WMS- Dienst
https://lbv-gis.brandenburg.de/wss/service/ags-relay/ags_lbv/guest/arcgis/rest/services/Regionalplan/Regionalplan_HF_3_0_Entwurf_1/MapServer/WMSServer?

WFS- Dienst
https://lbv-gis.brandenburg.de/wss/service/Regionalplan_Havelland_Flaeming_3_0_Entwurf_1/guest

KBS: EPSG 25833: ETRS89 / UTM Zone 33N

Ehemalige Schweinezuchtanlage in der Gemeinde Niedergörsdorf wird zum Solarpark

Das fortgeschriebene Regionale Energiekonzept der Regionalen Planungsgemeinschaft Havelland-Fläming geht davon aus, dass in unserer Region im Bereich Photovoltaik bis zum Jahr 2030 ein Potential von 1.466 MW vorhanden ist und dies überwiegend auf Freiflächen. Um die  Konkurrenz hier mit anderen Nutzungen zu vermeiden, ist es sinnvoll zu prüfen, ob nicht eine ausreichende Anzahl geeigneter Dachflächen für die Erzeugung derselben Menge Strom vorhanden ist. Falls dies nicht der Fall ist, ist es eine weitere Option versiegelte Flächen wie Industriebrachen zu entsiegeln sowie Konversionsflächen zu nutzen, um Flächenkonkurrenz beispielsweise zur landwirtschaftlichen Produktion auszuschließen.

Beispiele für erfolgreiche Konversion gibt es unserer Region bereits viele. So sind etwa auf ehemals militärisch genutzten Flächen (z.B. in Wünsdorf, Jüterbog, Brandenburg an der Havel) PV-Freiflächenanlagen entstanden. Dass solche Flächenpotentiale auch an anderer Stelle in Havelland-Fläming noch erschlossen werden können, zeigt ein aktuelles Beispiel aus dem Fläming. Die Gemeindevertretung Niedergörsdorf hat dort am 14.04.2021 die Aufstellung des Bebauungsplans „Solarpark Kurzlipsdorf“ sowie die parallele 3. Änderung des Flächennutzungsplanes für den Geltungsbereich des Bebauungsplans beschlossen.

Das Besondere an diesem Photovoltaik-Projekt: Es handelt sich bei der Fläche um eine ehemalige Schweinezuchtanlage im Ortsteil Kurzlipsdorf. Auf einer Gesamtfläche von ca. 7 ha sollen flächensparend landwirtschaftliche Konversionsflächen nachgenutzt werden. Das Plangebiet soll größtenteils zu einem Sondergebiet „Solarpark“ entwickelt werden. Während südliche Bestandsgebäude erhalten bleiben und mit Dachflächen-Solaranlagen ausgestattet werden, werden 13 Gebäude mit einer Fläche von 11.200 m² sowie Wege und sonstige versiegelte Flächen von 14.800 m² für die zukünftige Nutzung zurückgebaut.

Weitere Informationen zum „Solarpark Kurzlipsdorf“ finden Sie hier.

 

Verlängerung der Planungssicherung in der Region Havelland-Fläming

Aufgrund der Bekanntmachung vom 14. Juli 2021 bleibt die Genehmigung raumbedeutsamer Windenergieanlagen im Gebiet der Region Havelland-Fläming für ein weiteres Jahr, konkret bis zum 23. Juli 2022, unzulässig (sogenanntes Windkraftmoratorium). Die Landesplanungsbehörde kann, wie bisher auch, Ausnahmen zulassen (§ 2c Absatz 4 RegBkPlG).

» Amtsblatt Nr. 27 vom 14.Juli 2021

 

 

Das Projekt wird mithilfe des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) kofinanziert.

 

Neues Energiekonzept für die Region

Seit unserem ersten Regionalen Energiekonzept 2013 haben sich politische, gesellschaftliche und technologische Rahmenbedingungen verändert, die eine Fortschreibung des Konzepts erforderlich machten. Im Auftrag der Regionalen Planungsgemeinschaft hat die EBP Deutschland GmbH eine Bestandsaufnahme der bisherigen Aktivitäten und erreichten Ziele in der Region vorgenommen, die Potentiale der Erneuerbaren Energien bis 2030 aktualisiert und gemeinsam wurden neue Handlungsfelder mit zahlreichen neuen Maßnahmen festgelegt.

Ausbaustand der Erneuerbaren Energien

Eine wichtige Frage war, wie weit konnten die Ziele der Energiestrategie 2030 schon erreicht werden? Die Ziele der Energiestrategie des Landes Brandenburg zur Umsetzung der Energiewende umfassen u. a. die Erhöhung der Energieeffizienz, die Senkung des Endenergieverbrauchs und den Ausbau der Erneuerbaren Energien. Das Ziel der Erhöhung des Anteils Erneuerbarer Energien am Stromverbrauch wurde in der Region erreicht (siehe ab S.35 des Endberichts). Der Anteil liegt bilanziell bei 100%. Die Ausbauziele der Erneuerbaren Energieträger werden zwischen 6% und 79% erfüllt:

Balkendiagramm Zielerreichung Energieerzeugung nach Erneuerbare Energieträger

  Quelle: Regionales Energiekonzept Havelland-Fläming 2021, S.51

Die Arbeit des Regionalen Energiemanagements soll diese Entwicklung in den kommenden Jahren weiter unterstützen und die bestehenden Potenziale weiter fördern. Im Bereich Energieeffizienz und der Reduktion des Endenergieverbrauchs besteht noch erheblicher Nachholbedarf. Sowohl der Stromverbrauch als auch der Gasverbrauch sind gestiegen. Das Ziel ist eine Senkung des Endenergieverbrauchs jährlich um 1,1 % bis 2030. Daher soll das Regionale Energiemanagement in diesem Bereich verstärkt auf Maßnahmen abzielen, die Reduktionen im Bereich der Gebäudewirtschaft und der Alltagsmobilität anstoßen.

Weiter große Anstrengungen erforderlich

Die in der Region verankerten Potenziale erlauben eine Steigerung der Energieerzeugung aus Erneuerbaren Energien bis 2030. Dabei ergibt die Analyse je nach Erzeugungsart ein unterschiedliches Bild. Die Windenergie wird ihr regionalisiertes Ziel der Energiestrategie 2030 für installierbare Leistung zu 80%, das Ziel der Stromerzeugung voraussichtlich zu 66% erreichen können (ab S. 52). Die Photovoltaik wird ihre Ziele bis 2030 erfüllen können. Um die Ausbaupfade zu unterstützen obliegt es auch dem Regionalen Energiemanagement geeignete akzeptanz-bildende Maßnahmen zu entwickeln und durchzuführen. Im Bereich Solarthermie ist mit einer wenig dynamischen Entwicklung zu rechnen. Dies ist u.a. mit der Flächenkonkurrenz zu Dach-Photovoltaikanlagen zu erklären, die aktuell wirtschaftlicher betrieben werden können. Die ursprünglich für die Solarthermie gesteckten Ziele können bis 2030 daher vermutlich nur zu 13% erreicht werden. Die Energieerzeugung aus Biomasse hat ihr Potential bereits nahezu ausgeschöpft. Das Ziel der Energiestrategie ist zu 56% erreichbar – hier wird eine Stabilisierung angestrebt. Die oberflächennahe Geothermie kann in Form von Wärmepumpen genutzt werden und birgt das Potenzial einer dynamischen Entwicklung. Mittlerweile sind Luft/Wasser-Wärmepumpen die favorisierte Heiztechnologie in Neubauten und lösen auch in Bestandsgebäuden Öl- und Gasheizungen ab.

Quelle: Regionales Energiekonzept Havelland-Fläming 2021, S.93

Die Energiewende muss effizienter werden

Neben der Nutzung der vorhandenen Potenziale beim Ausbau der Erneuerbaren Energien ist eine deutliche Reduzierung des Endenergieverbrauchs insgesamt notwendig. Analysiert wurden die Sektoren Gebäude, Verkehr/Mobilität und Industrie (ab S. 75). Die Energieverbrauchsabschätzung für das Jahr 2030 der Region Havelland-Fläming entspricht einer Reduktion von 25% gegenüber 2018, womit das Ziel der Energiestrategie 2030 erreicht wäre. Dieser transformatorische Prozess wird auf der regionalen Ebene durch das Regionale Energiemanagement begleitet. Identifizierte Schwerpunkte liegen im Gebäudebereich auf der Elektrifizierung sowie der Erhöhung der Sanierungsrate. Der Bereich Mobilität steht vor der Herausforderung des Antriebswechsels. Um Effizienzsteigerungen zu ermöglichen müssen aber auch Alternativen für den motorisierten Individualverkehr untersucht werden. Um Effizienzgewinne in der Industrie zu realisieren liegt der Fokus auf den Energieträgerwechsel sowie eine verstärkte Nutzung von Erneuerbaren Energien.

Was getan werden kann - Handlungsfelder und Maßnahmen

Um geeignete Handlungsfelder und Maßnahmen zur Umsetzung des Regionalen Energiekonzeptes zu identifizieren wurden die Entwicklung der Erneuerbaren Energien und die Ausweisung der aktualisierten Potenziale analysiert. Zusätzlich wurden die Handlungsfelder und Maßnahmen des REK 2013 sowie die umgesetzten Aktivitäten des Energiemanagements reflektiert. Die fünf prioritären Handlungsfelder (ab S. 111) bilden Bereiche ab, die von hoher Relevanz sind und von der regionalen Ebene bearbeitet werden können:

Handlungsfelder des Regionalen Energiemanagers

Quelle: Regionales Energiekonzept Havelland-Fläming 2021, S.113

Die neuen Handlungsfelder wurden mit konkreten Maßnahmen unterlegt. Diese setzen sich aus einer Kurzbeschreibung und deren Ziel zusammen. Zudem werden ergänzende Informationen zu beteiligten Akteuren und Akteurinnen und Aussagen zu möglichen Einsparungspotenzialen, Häufigkeiten, Fördermöglichkeiten sowie möglichen Synergien zwischen den Planungsstellen bereitgestellt. Auch sind den Maßnahmen eine kurze Einschätzung zu Kosten und Zeitaufwand und eine abgeleitete Priorisierungsempfehlung als Entscheidungshilfe für das Energiemanagement und beteiligte Akteure beigefügt. Die Handlungsfelder und Maßnahmen sind in den Planungsregionen Havelland-Fläming, Uckermark-Barnim, Prignitz-Oberhavel sowie Oderland-Spree gleich strukturiert, sodass Ansätze der Kooperation entstehen und ein vereinfachtes Controlling der Umsetzung der Maßnahmen möglich wird.

» Endbericht Regionales Energiekonzept Havelland-Fläming 2021

» Kurzfassung Regionales Energiekonzept Havelland-Fläming 2021

Wie möchten wir kommunizieren?

Erarbeitung einer Kommunikationsstrategie für die Planungsarbeit zum Regionalplan Havelland-Fläming 3.0

Die Regionale Planungsgemeinschaft ist im öffentlichen Diskurs ständig herausfordert, die Bedeutung und den Wert ihrer Arbeit zu erklären und die zunehmende Komplexität der Planungsprozesse verständlich zu machen. Doch wie lässt sich die mit der Erarbeitung des Regionalplans Havelland-Fläming 3.0 anstehende Planungsarbeit effektiv und zielgruppengenau kommunizieren?

Um diese Frage zu beantworten, soll eine Kommunikationsstrategie erarbeitet werden. Dazu wurden unter der Leitung von externen Moderatoren zwei Workshops durchgeführt, an denen sich 30 Regionalräte und -rätinnen sowie Vertreter und Vertreterinnen von Landkreisen und Kommunalverwaltungen beteiligten.

Im Ergebnis des ersten Workshops wurden zugespitzte Thesen formuliert, die das Selbstverständnis der Kommunikation und den kommunikativen Auftrag der Regionalen Planungsgemeinschaft charakterisieren.

Im Fokus des zweiten Workshops stand die Frage, wie unterschiedliche Akteure und Zielgruppen angesprochen werden können und welche Informationen für sie wichtig sind.

Im Ergebnis der angeregten Diskussion bestand Einigkeit darin, dass Verständnis und Vertrauen zwischen allen an der Planung Beteiligten die Grundlage einer erfolgreichen Planungsarbeit sind. Dazu ist es wichtig, dass möglichst alle Betroffenen

Die Teilnehmer waren sich aber auch darin einig, dass dieser Anspruch eine große Herausforderung darstellt und nicht vollständig erfüllt werden kann. Umso wichtiger sei es, die Beteiligten über die Themen und Kommunikationsformen, die den Diskus bestimmen sollen, frühzeitig zu informieren.

Die Workshopergebnisse werden nun in der Kommunikationsstrategie verdichtet, strategisch eingeordnet und mit konkreten Handlungsempfehlungen aufbereitet.

Anschließend soll der Bericht den Mitgliedern der Regionalversammlung vorgestellt und als Strategie in der Regionalversammlung beschlossen werden.

Veröffentlicht am: 13.02.2020

Sachlicher Teilregionalplan "Grundfunktionale Schwerpunkte" in Kraft

Der Sachliche Teilregionalplan ist mit Bekanntmachung der Genehmigung im Amtsblatt für Brandenburg Nr. 51 vom 23. Dezember 2020 in Kraft getreten.

Die Gemeinsame Landesplanungsabteilung Berlin-Brandenburg (GL) hatte mit Bescheid vom 23. November 2020 die von der Regionalversammlung der Regionalen Planungsgemeinschaft Havelland-Fläming am 29. Oktober 2020 beschlossene Satzung über den Sachlichen Teilregionalplans Havelland-Fläming „Grundfunktionale Schwerpunkte“ genehmigt.

Anlass

Gemäß dem Ziel 3.3 des Landesentwicklungsplans Hauptstadtregion Berlin-Brandenburg (LEP HR) sind in den Regionalplänen Grundfunktionale Schwerpunkte (GSP) festzulegen. Durch die Festsetzung als Grundfunktionaler Schwerpunkt erhalten besonders funktionsstarke Ortsteile von Gemeinden erweiterte Möglichkeiten in den Bereichen Siedlungsentwicklung und Entwicklung des großflächigen Einzelhandels.

Maßgebend für die Festsetzung eines GSP ist in erster Linie das Vorhandensein der im LEP HR vorgegebenen 11 Ausstattungsmerkmale (u.a. Sitz der Kommunalverwaltung, Schule der Primarstufe, allgemeinmedizinische Versorgung, Kita, Jugendbetreuung, Altenpflege). Die Planungsstelle hat die Prüfung der Ausstattungskriterien vorgenommen und 31 Ortsteile ermittelt, die in Anwendung der Kriterien des LEP HR als Grundfunktionale Schwerpunkte festgesetzt werden.

Veröffentlicht am: 15.12.2020